Die Siebnerin - ein historisches Donauschiff kehrt zurück

Über Jahrhunderte ist die "Siebnerin" im Einsatz gewesen. Mit ihr wurde zuerst Salz aus Hallstatt von Gmunden aus über die Traun zur Donau verbracht. In den Türkenkriegen kamen hunderte Siebnerinnen als Transport- und Brückenschiffe zum Einsatz. Bis zur ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts konnte man noch vereinzelte Siebnerinnen im Einsatz sehen. Ihre erfolgreiche Geschichte ging jedoch bereits 1860 mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt, die das Ende der jahrtausendealteen Holzruderschifffahrt einleitete, ebenfalls zu Ende. Eine Schifffahrt, die wir uns heute nicht mehr vorstellen können. Geschickte, zu allem entschlossene Männer führten diese Arbeit aus. Schiffsleute, von denen wir heute nicht wirklich viel wissen. Und eine Schwerarbeit, die trotz Mut und viel Geschick viele Opfer forderte. Eine Arbeit, bei der man aber herumkam und die für den Handel und die Entwicklung des Donauraumes von immenser Bedeutung war. Dies machte die Schiffleute stolz und selbstbewusst. Ein stolzes, schönes und elegantes Schiff war auch die Siebnerin, die heute in jedem Schifffahrtsmuseum an der Donau durch ihre Linien besonders besticht. Schiffe wie die Siebnerin sind in Museen nur als Schiffsmodell im stark verkleinerten Maßstab oder alten Zeichnungen zu sehen. Größe, Aussehen und Charakter dieser Schiffe aber auch die Funktionalität sind nur schwer zu erfassen. Dieses Projekt handelt vom Versuch, ein Schiff exemplarisch aus dem Schaukasten zu befreien und damit den Spuren der Donausschifffahrt und der Schiffleut früherer Tage nachzuspüren...






